Blog

Eine Legislatur gegen das „Rudern ohne Ziel“

Twittern | Drucken

Ich habe meine Erfahrungen in Bundesbern und meine Wünsche für die nächste Legislatur in einen Popsong verpackt. Ihr findet ihn am Schluss des Posts.

Am 20. Oktober bewerbe ich mich bei den Nationalratswahlen um eine erneute Wiederwahl. Ich möchte eine dritte Legislaturperiode im Parlament anhängen, um meine Erfahrungen aus acht Jahren Arbeit im Nationalrat zugunsten der Bevölkerung einsetzen zu können.

Die Erfahrungen in diesen acht Jahren sind einerseits wertvoll für die Weiterarbeit, andererseits sind sie auch überwiegend positiver Natur. Ich durfte feststellen, dass es in unserem politischen System tatsächlich möglich ist, mit Einsatz und Kreativität Lösungen zu erarbeiten und durchzubringen, welche der Sache und unserem Volk dienen. Persönlich gibt es verschiedene Felder und konkrete Projekte, an welchen ich in Anspruch nehme, massgeblich und erfolgreich dafür gekämpft zu haben: Als Präsident der Umwelt-, Raumplanungs- und Energiekommission kämpfte ich erfolgreich für die Annahme der Energiestrategie 2050. Mittels einer parlamentarischen Initiative konnte ich erreichen, dass Ausbildungszulagen zukünftig nicht mehr ab dem 16. Geburtstag, sondern ab dem Ausbildungsbeginn ausgerichtet werden. Ich habe mit einer Motion die Gründung des nationalen Bodenkompetenzzentrums erwirkt. Und auch wenn die Klimapolitik noch harzt: Ich habe (u.a. als Kommissionssprecher) für ein umsetzbares CO2-Gesetz gekämpft und bin mir sicher, dass die wichtigsten, darin enthaltenen Punkte in der nächsten Legislatur angenommen und umgesetzt werden.

Zeit für eine Verwesentlichung der Politik

In diesen acht Jahren musste ich aber auch feststellen, dass sich die politischen Fronten verhärtet haben. Viele zentrale Dossiers mussten viel zu lange auf eine Lösung warten, weil die politischen Kontrahenten sich anstatt in den Dienst der Sache in den Dienst ihrer Ideologie stellten. Statt den Blick unvoreingenommen auf die jeweiligen Fragestellungen zu richten, wurde abgewogen, ob die vorgeschlagene Lösung denn in die Weltanschauung hinein passt. Egal ob in der Energie- und Klimapolitik, bei der Altersvorsorge oder der Europapolitik: Die Ideologie und die parteipolitische Positionierung war wichtiger als die Lösung für die Zukunft.

Die Politik hat ob dieser ideologischen Verblendung zum Teil den Blick fürs Wesentliche verloren. Das Wesentliche, das ist das Leben der Menschen in diesem Land. Das ist neben dem Wohlstand, den es zu erhalten gilt, viel mehr noch die Lebensqualität mit all ihren Facetten. Und für die braucht es nicht einfach nur viel Geld, sondern auch Zeit für sich und seine Nächsten und ein funktionierendes, soziales Netz.

Dafür will ich kämpfen in den nächsten vier Jahren: Für eine Verwesentlichung der Politik, für Lösungen jenseits der Ideologien. Ich will eine Politik machen „Für das Wesentliche. Für die Menschen. Für das Leben.“

Das politische Programm in einem Popsong

Ich habe dieses politische Credo hinsichtlich der kommenden Wahlen nicht wie üblich auf Flyer und Plakate gedruckt, sondern poetisch aufgearbeitet und in einem Popsong eingespielt. „Rudern ohne Ziel“ ist die musikalische Erinnerung an die Politik, dass wir das Wohl der Menschen nicht aus den Augen verlieren sollen. Das Stück wurde von meinem Freund David McVeigh komponiert.

Mehr Musik, weniger Plakate

Neben der politischen Aussage ist es auch eine Hommage an meine grosse Leidenschaft, die Musik – welche ich als Präsident der Parlamentarischen Gruppe Musik dann doch auch wieder in die Politik trage und für die ich mich in den nächsten vier Jahren natürlich auch einsetzen möchte.

Der Popsong und der Videoclip ersetzen im kommenden Wahlkampf andere Massnahmen. So werde ich weitgehend auf Strassenplakate verzichten. Ich versuche, die Leute mit einem Popsong zu erfreuen, statt mit Wahlplakaten zu nerven. Ich hoffe, dass sich tatsächlich viele Leute an meiner Musik erfreuen können.

Jetzt dem Komitee beitreten

Wer mich unterstützen möchte und mithelfen will, dass ich nochmals vier Jahre Politik für die Menschen machen kann, der oder die tritt jetzt meinem Komitee bei. Das geht ganz einfach durch ein Mail an stefan@mueller-altermatt.ch oder durch einen Kommentar auf dieser Seite.

Voilà – und hier ist er also, mein Wahlkampfsong:

Kategorie: Allgemein | Kommentar schreiben

  1. Von: Thomas Niggli|07.06.2019 - 11:40

    Hallo Möui,
    Für den Eurovision Song Contest wird es nicht reichen. Ich finde die Idee super und den Song geil😁 meine Unterstützung hast du.

    Musikalische Grüsse
    Thomas (Badi)

    • Von: mueller|07.06.2019 - 11:43

      Merci Thomi

      Mir fehlte natürlich ein guter Mitsänger – so wie einst im Konkordia-Car – sonst wäre das Ding ganz sicher ESC-würdig geworden. Freut mich aber, dass Idee und Song gefallen.

      LG SMA

  2. Von: Markus Müller|08.06.2019 - 15:52

    Hilfe, tiefer fallen geht nicht mehr……

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Zurück