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Greta nervt

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„Greta nervt!“

Ich weiss nicht, wie oft ich dieses zu einem Zweiwortsatz kondensierte Hasspamphlet in den letzten Wochen gehört habe. Am Stammtisch, im Zug, in den sozialen Medien: Überall gibt’s Menschen, die sich über Greta Thunberg nerven.

Ich kann euch alle beruhigen: Greta tut euch nichts. Genau wie alle anderen Sechzehnjährigen mit Asperger-Syndrom ist sie völlig harmlos. Ihr dürft gerne ein bisschen mutiger sein und euch einen grösseren und stärkeren Feind suchen.

„Greta hätte den Friedensnobelpreis verdient“, hallt es aus der anderen Ecke. Und ich sage denen: Kriegt euch wieder ein! Auch wenn Greta blitzgescheit, ihre Idee mit dem Schulstreik kreativ und ihr Anliegen absolut berechtigt ist, so muss man trotzdem festhalten, dass hinter ihr eine PR-Maschinerie steckt, die ein Kind instrumentalisiert – und sicher keinen Friedensnobelpreis verdient hat.

Der aktuelle Stand der Greta-Diskussion ist der, dass man sich gegenseitig mit Vorwürfen eindeckt. Hier das Schulstreik-Argument „Ihr tut nichts, also tun wir jetzt auch nichts mehr“, dort die ständige Betonung, dass auch „Greta-Jünger“ in die Ferien fliegen würden.

Der Sache bringt das nichts. Der Sache kann nur mit zwei Dingen gedient werden: Mit dem richtigen Verhalten durch uns alle und mit konkreten, sozial- -und wirtschaftsverträglichen Massnahmen, beschlossen in unseren demokratischen Institutionen.

Bei der Arbeit an diesen Massnahmen wäre ich echt froh, die Klimajugend würde mithelfen statt nur Vorwürfe erheben. Also: Bitte lasst uns arbeiten! Und an die Greta-Hasser: Lasst das Mädchen in Ruhe!

Stefan Müller-Altermatt findet so Nebelpetarden-Diskussionen einfach doof.

Kategorie: Allgemein | Kommentar schreiben

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